Neue Doppelspitze für Kreisdekanat und Caritas

Neuer Vorsitz Caritas und Kreisdekanat

"Gibt es besondere Insignien oder ähnliches, ich habe so etwas auch noch nicht gemacht", scherzte Generalvikar Klaus Pfeffer bei der offiziellen Amtsübergabe am vergangenen Freitag im Pfarrsaal der Gemeinde St. Marien in Schwelm. Ein Handschlag unter Männern besiegelte schließlich die Nachfolge für Monsignore Heinz Ditmar Janousek, der nach mehr als 30 Jahren als Kreisdechant und fast 30 Jahren im Vorstand der Caritas Ennepe-Ruhr verabschiedet wurde.

Es sind große Fußstapfen, in die Pfarrer Holger Schmitz als neuer Caritasvorsitzender und Propst Norbert Dudek als neuer Kreisdechant treten. "Es ist für auch für uns hier ein Aufbruch in ein neues Jahrzehnt, ein Generationswechsel, der nun stattfindet" beschrieb Caritasdirektor Dominik Spanke in seiner Begrüßungsrede den Wechsel. "Monsignore Janousek war stets eine feste Größe im Kreisdekanat und im Verband. Er ist ein typisches Kind des Ruhrgebiets, direkt, unkompliziert und zuverlässig. Er war stets ein Macher, der viele Dinge umsetzte, wie den Tafelladen und das Seniorenstift St. Marien, um nur Beispiele zu nennen. Und er ist ein Netzwerker, der viele Beziehungen in Kirche und Politik auf- und ausgebaut hat. Das sieht man nicht zuletzt auch daran, wie viele zu seiner Verabschiedung gekommen sind", fand der Caritasdirektor warme Worte.

Viel Wertschätzung und Dudelsackklänge zum Abschied
Ihm schlossen sich viele Dankesredner aus Politik, Kreisverwaltung und Kirche an. Darunter der stellvertretende Landrat Walter Faupel, die stellvertretenden Bürgermeisterinnen von Schwelm und Hattingen, Christiane Sartor und Margret Melsa, sowie der evangelische Pfarrer Uwe Rahn und die Diözesan-Caritasdirektorin im Bistum Essen, Sabine Depew. 

Einen beeindruckenden Impuls gab Generalvikar Monsignore Klaus Pfeffer in seiner Ansprache zu Beginn der Veranstaltung. Sein Thema: "Auf-Bruch in eine neue Zeit", was zum Amtswechsel ebenso passte, wie zur aktuellen Situation der Kirche. "Ich habe Heinz Ditmar Janousek vor Jahrzehnten in Niederbonsfeld als Pfarrer kennengelernt. Er war so, wie man sich einen Pfarrer vorstellt: Eine gelassene Ausstrahlung, einladend, ehrlich und humorvoll", erinnerte sich der Generalvikar an seine und Janouseks Anfänge. "Was ich toll finde ist, dass er nach wie vor sagt, er hat Spaß an seiner Arbeit, was darauf schließen lässt, dass er auch im Ruhestand nicht ganz zur Ruhe kommen wird."

Den Herausforderungen von Kirche in der heutigen Zeit, in der Glaube keine Selbstverständlichkeit mehr sei, sondern eine Option, müssten sich nun Janouseks Nachfolger stellen. Der neue Kreisdechant Propst Norbert Dudek dankte daraufhin seinem Freund, dem Altpropst, für die langjährige gute Zusammenarbeit mit persönlichen und humorvollen Worten sowie einem schottischen Abschiedslied auf dem Dudelsack. Und so fand die Staffelübergabe ohne große Insignien und Orden per Handschlag unter Männern statt, so wie es zum jahrzehntelangen wirkungsvollen Wirken von Monsignore Heinz Ditmar Janousek im Kreisdekanat Hattingen-Schwelm passte.