Steigende Zahl von Kunden bei der Tafel

Die Zahl der Menschen, die sich beim Tafelladen in Schwelm melden und um Hilfe bitten, wächst kontinuierlich an. "Wir sind mittlerweile bei 75 Ausgaben an drei Tagen", sagt Angelika Beck von der Schwelmer Tafel in Trägerschaft der Caritas Ennepe-Ruhr und der Diakonie Mark-Ruhr.

Gleichzeitig sind es weniger Lebensmittelspenden als sonst, die die ehrenamtlichen Helfer ausgeben können. Denn aktuell erhalten sie zwar weiterhin Lebensmittel aus Schwelm und Gevelsberg. Aber von der Wuppertaler Tafel werden die Schwelmer nicht, wie sonst, zusätzlich mit Spenden bedacht. "Die haben derzeit selbst nichts", erklärt Angelika Beck die Lage.

Umso mehr freut sie sich über Unterstützung wie etwa durch die Rotaracts. Gerade erst wieder haben die jungen Rotarier Haltbares wie Reis, Nudeln, Öl, Margarine, Mehl und Kaffee vorbeigebracht. Die Rotaracts hatten die Idee für einen virtuellen "Tafelladen EN". Er ist auf ihrer Internet-Seite unter https://gevelsberg.rotaract.de zu finden. Mit Spenden, die hier eingehen, werden Lebensmittel und Hygieneartikel für die Tafel gekauft.

"Wir nehmen gerne Spenden von privat - also verschlossene, haltbare Lebensmittel oder beispielsweise Duschgel und Shampoo", sagt Angelika Beck.

 

Wegen der geltenden Corona-Regeln gibt es im Tafelladen an der Wilhelmstraße 45 derzeit keine öffentliche Ausgabe von Lebensmitteln. Um Wartenschlangen zu vermeiden, erhält jeder Kunde ein Zeitfenster, in dem er seine gepackte Tüte abholen kann. Zurzeit werden Termine für montags, dienstags und mittwochs vergeben.

Neukunden können sich beim Caritasverband Ennepe-Ruhr unter der Rufnummer 02336/92425-10 anmelden und müssen einen Einkommensnachweis vorlegen.