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Das Suchthilfezentrum der Caritas Ennepe-Ruhr verleiht ein Märchenmobil an Kindergärten und Schulen und leistet damit Präventionsarbeit. Wie genau, das haben die Kinder der Kita Heilig Geist an der Sedanstraße selbst erlebt.

„Dürfen wir jetzt endlich ins Märchenmobil“, fragen eine Handvoll Kinder und warten ungeduldig vor dem buntbemalten Bauwagen, der vor dem Katholischen Kindergarten Heilig Geist an der Sedanstraße steht. „Ja, jetzt geht es los“, verkündet die Erzieherin Nina Brinkhoff und lässt den Schlüssel zum Bauwagen in ihrer Hand klimpern. Kaum ist die Tür auf, stürmen die kleinen Entdecker hinein ins Märchenabenteuer. Denn dass der außergewöhnliche Wagen bei ihnen an der Kita steht, ist nicht selbstverständlich. „Wir haben das Märchenmobil von der Caritas Ennepe-Ruhr geliehen. Das Suchthilfezentrum stellt den Bauwagen zeitweise immer wieder an eine andere Institution wie Kindergärten oder Schulen, damit die Kinder ihn erkunden können“, erklärt die Erzieherin.

Und zu erkunden gibt es darin jede Menge. Sofort haben die Kinder die Kisten voller Kostüme entdeckt, bunte Hüte aus den Regalen gefischt und den Zauberclown auf der Sitzbank Hallo gesagt. „Ich möchte gerne Elsa sein“, verkündet die kleine Sakina (4) und macht sich gleich auf die Suche nach dem passenden Kostüm. Neben Prinzessinnen, stehen in kurzer Zeit böse Hexen, magische Zauberer und mutige Ritter im Raum und die Kinder fallen sofort in die neue Rolle, die sie für sich entdeckt haben.

„Genau darum geht es im Märchenmobil“, erklärt Miriam Starsinski, Präventionsbeauftragte der Caritas Ennepe-Ruhr. „Die Kinder können auf spielerische Weise Rollen austesten, sie werden dazu animiert, sich schwierigen Situationen zu stellen und Lösungen zu finden. Sie können mal böse, mal lieb sein, und die Wirkung ihrer Verhaltensweisen austesten. Sie lernen dabei viel über sich und auch für die Zukunft. Auf diese Weise leisten wir frühe Präventionsarbeit, damit später erst gar kein Suchtrisiko entsteht, weil die Kinder spielerisch lernen, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst zu handeln und zwischen Gut und Böse zu unterscheiden“, so die Diplom-Pädagogin.

 

Freies Spiel genauso wichtig wie Märchen zuhören

Die Macht der Märchen. Die Kinder der Kita Heilig Geist sind in jedem Fall begeistert und gehen im Spiel auf. „Wollt ihr denn auch ein Märchen hören“, fragt Nina Brinkhoff. „Jaaaa“ – hört man es aus allen Ecken des Bauwagens, aber schon nach einigen Sätzen von Rapunzel schwindet die Aufmerksamkeit und die Kinder verfallen wieder in ihr Rollenspiel, schwingen den Zauberstab oder schreiten prinzessinnengleich durch den Raum. „Auch das ist völlig ok“, sagt die Erzieherin. „Gerade an den ersten Tagen im Märchenmobil ist alles noch so aufregend und neu, da fällt es schwer stillzusitzen und zuzuhören. Aber die Kinder setzen sich ja dennoch mit den Themen auseinander, das ist wichtig.“

Und schon klopft es gegen die Wagentür und alle Kinder schrecken kurz zusammen. War das etwa der böse Wolf aus Rotkäppchen oder die Hexe von Hänsel und Gretel. „Nein, ich weiß wer das war“, ruft Sakina freudestrahlend und zeigt zum Fenster raus. Denn draußen wartet schon ungeduldig die nächste Gruppe, um im Bauwagen auf Märchenentdeckung und Selbsterfahrung zu gehen.

 

Info-Kasten:

  • Das Märchenmobil des Suchthilfezentrums der Caritas Ennepe-Ruhr können sich Einrichtungen, die mit Kindern im Vor- und Grundschulalter arbeiten, ausleihen. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer Multiplikatorenschulung, um die Zielsetzung und die Inhalte zu verinnerlichen.
  • Die Caritas Ennepe-Ruhr macht vielfältige Angebote zur Suchtprävention an Kindergärten, Schulen und anderen Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit. Dabei geht es um die Entwicklung und Förderung von Verhaltensweisen, die bessere und risikoarme Bewältigung von Lebenslagen ermöglichen.

Mehr Infos bei der Präventionsbeauftragten Miriam Starsinski unter 02336 9242540  oder suchtpraevention@caritas-en.de

 

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