Das Ambulant Betreute Wohnen des Caritas-Suchthilfezentrums hat vor Kurzem eine Ferienfreizeit nach Ostfriesland organisiert. Für viele Klienten war es der erste Urlaub seit langer Zeit – oder überhaupt. Möglich geworden ist die Reise nur durch Spenden der Schwelmer Grünewald Stiftung und der Gevelsberger Taubenväter.

Wer kennt es nicht: Nach dem Urlaub schwelgt man in Erinnerungen, wenn man sich die Fotos der schönen Tage nochmal anschaut. So erging es auch einigen Klienten des Ambulant Betreuten Wohnens der Caritas Ennepe-Ruhr, als sie sich nun in der Geschäftsstelle an der August-Bendler-Straße bei Kaffee und Waffeln trafen und die Ferienfreizeit nach Ostfriesland nochmal Revue passieren ließen. „Für die meisten unserer Klienten war es entweder das erste Mal oder nach sehr langer Zeit die Möglichkeit, Urlaub zu machen“, sagte David Nieder, Leiter des Ambulant Betreuten Wohnen der Caritas Ennepe-Ruhr. „Alle Teilnehmenden sind Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung oder einer psychische Erkrankung“, erklärte er weiter. Dass dann eine sechstägige Ferienfreizeit mit 20 Mitreisenden zu einer Herausforderung werden kann, ist gut vorstellbar. So formulierte es auch die 71-jährige Gisela, während Bilder von ihr über den Bildschirm laufen: „Das war wirklich rundum schön, teilweise für mich aber auch anstrengend. Ich musste mich immer wieder motivieren, bei allem mitzumachen, ich wollte ja auch nichts verpassen.“ Programm gab es nämlich allerhand: Von einer Hafenrundfahrt in Emden, über einen Ausflug nach Norddeich bis hin zu Minigolf wurde den Klienten des Ambulant Betreuten Wohnens vieles geboten.

Mit anpacken im Selbstversorgerhaus

Aber sie mussten sich auch einbringen: „Wir waren in einem Selbstversorger-Haus untergebracht, in dem jeder seine Aufgaben hatte, wie beispielsweise Küchendienst oder Tisch decken. Für unsere Klienten war ein strukturierter Tag mit Programm, Aktivitäten in der Gruppe, die Auseinandersetzung mit anderen Klienten sowie der geschützte Rahmen durch uns Betreuer ganz wichtig“, erklärte David Nieder.

Für die Zwillinge Gabi und Andrea (64), die bereits seit 10 Jahren im Ambulant Betreuten Wohnen sind, war es ein rundum gelungener Urlaub: „Da stimmte einfach alles. Unsere Betreuer haben sich super um uns gekümmert und uns ein tolles Programm zusammengestellt. Von Frühsport bis hin zu Minigolf. Wir haben viel zusammen gemacht und gelacht.“ Und David Nieder ergänzte: „Von solchen Erfahrungen und Erlebnisse können unsere Klienten lange Zeit zehren und sich durch die Erfahrungen nun besser auf andere Menschen und Angebote von uns einlassen. Da die meisten sonst den Großteil ihres Lebens eher zurückgezogen leben, war es für viele natürlich eine Herausforderung, permanent in der Gruppe zu sein.“

Eine Wiederholung wäre toll, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Die Freizeit in Ostfriesland war nur möglich durch eine großzügige Spende der Schwelmer Grünewald Stiftung und der Gevelsberger Taubenväter. „Im Sommer machen wir einen Tagesausflug ins Freilichtmuseum nach Hagen“, so der Bewo-Leiter. „Solche Veranstaltungen sind für unsere Klienten wichtig, damit sie sich auf etwas freuen können und motiviert sind, weiter abstinent und stabil zu bleiben.“

 

Info-Kasten:

 

  • Das Ambulant Betreute Wohnen der Caritas Ennepe-Ruhr unterstützt Menschen mit einer Suchterkrankung und/oder psychischen Erkrankung zu Hause. Das Hilfsangebot richtet sich an Erkrankten in Schwelm, Ennepetal, Sprockhövel, Hattingen und Gevelsberg.
  • Durch einen individuellen Hilfeplan hilft das Ambulant Betreute Wohnen dabei, eigenverantwortlich in den eigenen vier Wänden zu leben. Außerdem bietet es durch Gruppenangebote die Chance, Isolation zu vermeiden und Kontakte nach außen zu knüpfen. Mehr unter: www.caritas-en.de

 

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