Caritas bietet Sorgentelefon für Familien

Sich um Kinder und Jugendliche, um ganze Familien kümmern, das ist für die Berater der Caritas Ennepe-Ruhr nicht neu. Ob es zum Beispiel finanziell schwierige Verhältnisse sind, in denen Kinder und Teenager aufwachsen und die das Zusammenleben belasten, oder es sogar um häusliche Gewalt geht. Mit ihrem Sorgentelefon will die Kinder- und Jugendhilfe ihr Angebot angesichts der aktuellen Entwicklungen jedoch noch einmal erweitern. Montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr und montags, mittwochs und donnerstags von 18 bis 20 Uhr ist das Caritas-Team unter Tel. 02324 5699050 zu erreichen. Auch Live-Chats über den Messenger-Dienst Wire sind möglich (Infos unter: www.caritas-en.de)

Durch die Kontaktsperre erleben viele Familien gerade, dass Eltern, Kinder, eventuell Großeltern oder andere Angehörige 24 Stunden miteinander, umeinander, beieinander sind - zum Teil auf engstem Raum. Routinen und Abläufe kommen durcheinander. Fürs Homeoffice gibt es vielleicht keinen Rückzugsraum. Solcher Stress und die gleichzeitige Sorge um die Gesundheit seiner Lieben sind ein Ausnahmezustand für viele.

"Was derzeit zuhause passiert, kann auch sonst völlig entspannte Menschen verändern und belasten", sagt Kerstin Wositsch, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe bei der Caritas.

 Kerstin Wositsch Leitung

An anderer Stelle gibt es gleichzeitig ganz praktische Probleme, zum Beispiel bei Alleinerziehenden, die wegen der Kita- und Schulschließungen ihre Kinder zuhause betreuen und Unterstützung beim Einkaufen brauchen. "Oder vielleicht sind sie auch in Quarantäne - auch dann kaufen wir ein", erläutert die Fachbereichsleiterin die leichte Abwandlung der Haushaltshilfen, die ansonsten sowieso fest zum Caritas-Angebot gehören. So wie auch Hilfestellungen bei Behördenanträgen oder Aufklärung rund um Veränderungen beim Kindergeld und den Freibeträgen für Kinder.

Mit dem Notfall-Kinderzuschuss (KiZ) werden vom Bundesministerium ab sofort Familien mit kleinen Einkommen unterstützt, weil Eltern wegen der Kita- und Schulschließungen ihre Kinder selbst betreuen müssen, nicht in vollem Umfang arbeiten gehen können, in Kurzarbeit sind oder durch ausbleibende Aufträge das Geld fehlt. Alle Infos auch dazu haben die Caritas-Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe parat.