Experten raten: Zeiten ohne Bildschirm nicht vergessen

Die aktuellen Entwicklungen stellen Familien vor neue Herausforderungen. Während auch Kinder und Jugendliche zuhause bleiben sollen und dort den Freizeitinteressen nachkommen sollen, die geblieben sind, arbeiten die Eltern weiter, an ihren Arbeitsstellen oder im Homeoffice. Diese veränderte Situation erfordert viel Rücksichtnahme und Verantwortung.

"Das gilt für beide Seiten. Für Jugendliche ist diese Zeit besonders schwer, da sie sich nun selber beschäftigen müssen, ohne rausgehen und sich mit dem Freundeskreis treffen zu können und manchmal auch, sich zurückziehen zu können", sagt Miriam Starsinski, Expertin für Suchtprävention im Suchthilfezentrum der Caritas Ennepe-Ruhr in Hattingen. Dass viele Familienmitglieder momentan mehr Zeit vor Bildschirmen verbrächten, sei noch kein Grund, sich große Sorgen zu machen.

Allerdings empfiehlt die Diplom-Pädagogin für Internet, PC-Spiele, Smartphone & Co. "klare Regeln für die Nutzung digitaler Medien in den kommenden Wochen zu vereinbaren. Das heißt: Bildschirmfreie Zeiten dürfen auch weiterhin nicht vergessen werden".

Auf vielen Internetseiten werden Tipps und Hinweise angeboten, wie Heranwachsende beschäftigt werden können, wie und welche Regeln für den Gebrauch digitaler Medien vereinbart werden können und welche Notrufnummern für Krisen zur Verfügung stehen. Hier eine Übersicht, um das Suchen abzukürzen:

 

www.kinderstarkmachen.de

Auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können Sie unter anderem kreative Ideen finden und auch Anregungen für die tägliche Bewegung.

 

www.schau-hin.info

Ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF

Hier gibt es eine ausführliche Übersicht über empfehlenswerte Filme, Apps und Bildungsangebote, sowie Regeln für Bildschirmzeiten.

Für Jugendliche und Eltern gibt es eine Rubrik zum Thema "fake news" und wie mit Falschmeldungen umgegangen werden kann.

 

www.klicksafe.de

Ist Bestandteil der Initiative klicksafe im CEF (Connecting Europe Facility) Telecom Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet.

Hier gibt es eine Übersicht, nach Altersgruppen getrennt zu verschiedenen Themen rund um Digitale Medien. Von Hinweisen, wie Eltern ihre Kinder an Internet, PC- Spiele, Smartphone und Apps heranführen, über gute Kinderseiten im Netz bis hin zu Cybermobbing Erste-Hilfe, Quizze und Videos für Jugendliche.

 

unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kinderrechte-in-zeiten-von-covid-19/213498

Dieser Beitrag bietet Hinweise, wie mit Kindern und Jugendlichen über das Thema COVID-19 gesprochen werden kann. Am Ende finden sich hilfreiche Links für Eltern und auch Jugendliche.

 

bke-beratung.de

Ist die Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.

Es gibt einen Bereich für die Jugend- und einen für die Elternberatung

 

www.nummergegenkummer.de

Das Kinder und Jugendtelefon ist unter 116 111 von montags - samstags 14 - 20 Uhr zu erreichen.

Das Elterntelefon unter 0800 11 10 550 von montags - freitags 9 - 11 Uhr, zusätzlich noch dienstags und donnerstags von 17 - 19 Uhr.

 

www.caritas-en.de/sucht.de

Die Suchthilfe der Caritas in Hattingen und Schwelm bietet telefonische Beratung und Online-Beratung an. Dieses Angebot kann von Eltern, Kindern und Jugendlichen (auch anonym) genutzt werden. In Hattingen ist sie unter Tel. 02324 92560, in Schwelm unter Tel. 02336 9242540 zu erreichen.