Kontakt- und Beratungsstelle in Hattingen erstrahlt in neuem Glanz

Wochenlang wurde gemalert, geschraubt und gebohrt. Das Ergebnis ist auch für die langjährigen Mitarbeiter und Klienten beeindruckend. Die Fachleiter Rosemarie Kaeseler, Diplom Sozialarbeiterin, und Johannes Bahrenberg, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, zeigen sich erfreut: "Mit diesem wunderschön neu gestalteten Begegnungsraum mit integrierter Küchenzeile haben wir ein echtes Kleinod in unserem Haus." Auch die Mitglieder der Kochgruppe für junge Erwachsene sind begeistert. Sie finden, dass das Kochen jetzt noch viel mehr Spaß macht. "Der freundliche und helle Raum erleichtert es den Teilnehmern, das Angebot regelmäßig wahrzunehmen", ist auch Joanna Grunenberg überzeugt. Die Sozialpädagogin leitet die Kochgruppe und ist auch für viele Neuankömmlinge die erste Ansprechpartnerin.

Die Kontakt- und Beratungsstelle bietet Beratung in jeder Lebenslage und kann bei Bedarf auf eine intensivere Unterstützung die Hilfesuchenden auch an das ambulant betreute Wohnen der Abteilung vermitteln. Rosemarie Kaeseler: "Wir unterstützen unsere Klienten umfassend, auch bei Fragen zu finanziellen Hilfen, zur Sucht, bei Migration oder Erziehungsproblemen können wir schnell und effektiv auf kurzen Wegen innerhalb unseres Hauses an die Kollegen der jeweiligen Fachabteilung vermitteln. Denn oftmals haben die Menschen, die zu uns kommen, neben der psychischen Erkrankung auch noch weitere Probleme." Die Kontaktaufnahme erfolgt meist über die offene Sprechstunde, die Joanna Grunenberg und Rosemarie Kaeseler Dienstags- und Donnerstagsvormittag in der Bahnhofstr.23 anbieten. Hier wird jeder Hilfesuchende kostenlos und ohne Vorbedingungen beraten, auf Wunsch auch anonym. Aber nicht nur Betroffene aus Hattingen, Sprockhövel und Haßlinghausen, können sich an die Caritas wenden, sondern auch ihre Angehörigen, die Fragen zur Krankheit und zum Umgang mit den Betroffenen haben. Bei intensiveren Beratungswünschen empfehlen die beiden Mitarbeiterinnen allerdings eine Terminvereinbarung, damit auch wirklich Zeit für ein längeres Gespräch gegeben ist.

Neben der Beratung bildet das Thema "Kontakte" einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit. "Eine psychische Erkrankung geht oft mit einer Vereinsamung der Betroffenen einher. Deshalb ist es wichtig, dass wir Gemeinschaftsangebote machen. Hier ist die neugestaltete "Oase" unser Trumpf. Neben der Kochgruppe treffen sich hier auch eine Spielegruppe, eine Dartgruppe und der Seniorentreff zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Für die Zukunft planen wir ein niederschwelliges Angebot, bei dem Erkrankte einfach auf eine Tasse Kaffee mit uns ins Gespräch kommen können", erklärt Sozialpädagogin Grunenberg. Weitere Gruppenangebote bestehen beispielsweise mit dem Frühstückstreff, der seit 30 Jahren besteht und gemeinsamen Ausflügen, die immer wieder unter Berücksichtigung der Wünsche der Klienten organisiert werden.

Das breite und interessante Angebot hat sich herumgesprochen. Viele Klienten nutzen die Angebote der Kontakt- und Beratungsstelle seit mehreren Jahren. "Die Personen und Orte sind vertraut und es besteht ein gewachsenes Vertrauensverhältnis zwischen den Klienten und Mitarbeitern der Caritas. Das ist sehr wichtig, denn der Aufbau neuer Kontakte ist für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen äußerst schwierig", so Rosemarie Kaeseler.

Die Kontakt- und Beratungsstelle ist montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 16:30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar unter: 02324 5699030 oder jederzeit per Mail an: kub@caritas-en.de

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